VAKUUMLÖTEN IM
MASCHINENBAU & APPARATEBAU.

Im Maschinenbau und Apparatebau sind die Anforderungen an Bauteile hoch.
Je nach Einsatzgebiet müssen die gelöteten Verbindungen beispielsweise spaltfrei, blank und korrosionsbeständig sein. Mittels Vakuumlöten können diese Anforderungen realisiert werden. Es werden Festigkeiten erreicht, die im Bereich der Grundwerkstofffestigkeit liegen.
Möglich wird das Erreichen dieser Eigenschaften durch den flussmittelfreien Lötprozess im Vakuumofen. Das Löten unter Vakuumatmosphäre garantiert optimale Verbindungen, die höchsten Anforderungen gerecht werden. Unter Vakuum gelötete Baugruppen können in der Regel ohne weitere Nachbearbeitung verwendet werden.
Die hergestellten Verbindungen erfüllen, abhängig von den kombinierten Grundwerkstoffen und Loten, höchste Ansprüche und sind mechanisch stark belastbar.

KOMBINATION VON UNTERSCHIEDLICHEN MATERIALEIGENSCHAFTEN.

Qualität ist im heutigen Wettbewerb ein entscheidender Faktor.
Besonders vorteilhaft für den Maschinen- und Apparatebau ist die Kombination von Materialien mit unterschiedlichen Eigenschaften. Im Vakuumofen lässt sich beispielsweise die elektrische Leitfähigkeit von Kupfer mit der Temperaturbeständigkeit und der isolierenden Eigenschaft von Keramik kombinieren.
Als Spezialisten für Vakuumlöttechnik ist es uns möglich verschiedenste Werkstoffe wie Stahl, Kupfer, Keramik, Titan oder sogar Diamant zu fügen. In unserem Vakuumofen fertigen wir Bauteile mit Abmessungen von bis zu 1.000mm x 600mm in Einzelfertigung oder in Serien. Komplexe Geometrien wie Formeinsätze für den Spritzgussformenbau, Verteilerflansche aus der Vakuumtechnik, Kühl- oder Messvorrichtungen, sowie Grundkörper für Hydraulikventile können problemlos mithilfe der Vakuumlöttechnik hergestellt werden.

BEISPIEL AUS DER KRYOTECHNIK.

Kupferbaugruppe bestehend aus drei Bauteilen, die mittels Vakuumlöttechnik zusammengefügt wurden. Im Werkstück befinden sich Kühlkanäle zur Temperierung des Bauteils. Solche Baugruppen finden Einsatz im Maschinen- und Apparatebau.

PROZESSBEDINGTE VORTEILE GEGENÜBER
DER SCHWEISSTECHNIK.

Bei Baugruppen, die mittels Schweißtechnik hergestellt werden, erfolgt der Fügeprozess durch lokale Wärmeeinbringung unter Aufschmelzung des Grundwerkstoffs.
Bedingt durch diese prozessbedingten Umstände entstehen in der gefügten Baugruppe teils starke Spannungen, die bei der späteren Verwendung nachteilig und unerwünscht sind. Um diese Spannungen wieder abzubauen, müssen die Bauteile in der Regel spannungsarm geglüht werden.
Stellt man diese Baugruppen mittels Löttechnik unter Vakuum her, treten solche Spannungen, dank der prozessbedingten, homogenen Erwärmung nicht oder nur in geringem Maße auf. Den Lötprozess können wir so steuern, dass letztendlich eine spannungsarme oder sogar eine spannungsfrei gefügte Baugruppe vorliegt. Ein weiterer Vorteil des Vakuumlötens ist, dass auch mehrere Bauteile mit diversen Lötstellen gleichzeitig in einer Lötcharge gelötet werden können. Hierdurch ergeben sich nicht nur technische, sondern auch signifikante wirtschaftliche Vorteile.
Bei der lötgerechten Konstruktion Ihrer Baugruppen unterstützen wir Sie gerne.